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Cursor. Ein Cursor ist eine Datenstruktur, die Ergebnisse einer Abfrage verwaltet. Der Typ des Cursors bestimmt die verfügbare Funktionalität. Mit einigen Cursorn bewegen Sie sich vorwärts durch die Ergebnisse Ihrer Abfrage, mit anderen vorwärts und rückwärts. Der In Place Database Processor von STATISTICA (IDP) unterstützt die Cursor Forward only und Static. Außerdem können Sie Datenbankverknüpfungen spezifizieren, die das Zurückschreiben von Informationen (z. B. von über die Funktionalität Rapid Deployment of Models vorhergesagten Werten oder Klassifikationen) in die Datenbank erlauben. Siehe die Beschreibung des Dialogs Query Options für zusätzliche Informationen.
Forward-Only Cursor. Ein Forward only-Cursor, der einfachste Cursortyp, bewegt sich nur vorwärts durch die Abfrageergebnisse. Nachdem man über einen Eintrag hinausgegangen ist, ist dieser nicht weiter im Cursor verfügbar. Dieser Cursortyp ermöglicht schnellen Zugriff auf die Daten und stellt die geringsten Anforderungen an das Datenbanksystem. Falls ein Anwender oder eine Analyse im Zusammenhang mit IDP mehrere Durchläufe durch die Daten oder zufälligen Datenzugriff (Random Access) benötigt, muss die Abfrage neu gestartet werden, damit man zu vorherigen Einträgen zurückgehen kann. Falls Einträge in der Zwischenzeit modifiziert, hinzugefügt oder aus der Datenbank entfernt wurden, kann diese neue Abfrage eine andere Zahl an Einträgen ausgeben. Falls eine bestimmte Analyse oder die Verwendung von IDP einen einzelnen Durchlauf vorwärts durch die Daten erfordert, wird dieser Cursortyp wahrscheinlich am schnellsten sein.
Static-Cursor. Ein Static-Cursor unterstützt das vor- und zurückscrollen durch die Daten und erlaubt dadurch Random Access. Dieser Cursortyp stellt einen "Schnappschuss" des Abfrageergebnisses zur Verfügung - modifizierte, hinzugefügte oder aus der Datenbank entfernte Einträge, nachdem der Cursor gefüllt wurde, sind nicht sichtbar. Ein Cursor mit den Eigenschaften "server side" und "static" kann erhebliche Anforderungen an das Datenbanksystem stellen. Ein Cursor mit der Eigenschaft "client side" hat gleichzeitig immer die Eigenschaft "static". Falls eine Analyse oder eine andere Verwendung von IDP Random Access oder mehrere Durchläufe durch die Daten benötigt, könnte dieser Cursortyp benötigt werden.
Keyset-Cursor. Ein Keyset-Cursor ist ein Server side-Cursor, der es Ihnen erlaubt, die Daten zu aktualisieren (wenn Sie einen entsprechenden Lock-Typ verwenden; siehe die Beschreibung des Dialogs Query Options) und Änderungen, die von anderen Anwendern vorgenommen wurden, einzusehen. Er erlaubt zufälligen Zugriff (Random Access) auf die Datensätze und mehrere Durchläufe durch die Daten. Im Gegensatz zu einem Cursor mit der Eigenschaft Static, der bei der Abfrage vollständig gefüllt wird, wird der Keyset-Cursor nur mit den Daten gefüllt, die erforderlich sind, um die Datensätze, die den Abfragebedingungen genügen, in der Tabelle zu lokalisieren. Im Allgemeinen korrespondieren diese Daten mit dem Primärschlüssel in Ihren Tabellen.
Dynamic-Cursor. Der Dynamic-Cursor benimmt sich so ähnlich wie der Keyset-Cursor. Zuerst ruft der Query-Prozessor die Schlüsselfeld-Informationen für die Datensätze, die Ihren Abfragebedingungen genügen, ab und gibt eine bestimmte Zahl an Datensätzen (die über die Cache-Größe im Dialog Query Options modifiziert werden kann) an den lokalen Computer zurück. Beim Dynamic-Cursor erstellt der Query-Prozessor die Keyset-Information jedesmal neu, wenn der Zwischenspeicher aktualisiert wird. Datensätze, die durch andere Anwender hinzugefügt wurden, sind in diesem Cursor verfügbar, wenn Sie sich durch die Datensätze bewegen.
Die Cursortypen mit den Eigenschaften Dynamic und Keyset sind sehr viel komplizierter als die Forward only- und Static-Cursor, und daher typischerweise sehr viel langsamer. Sie stellen größere Anforderungen an das externe Datenbank-System. Außerdem können unerwartete oder irreführende Ergebnisse erhalten werden, wenn die Zahl oder der Inhalt der Datensätze verändert wird, während eine Analyse läuft.
Server-side-Cursor. Der Cursor bleibt auf dem Datenbank-Server. Die durch die "Cache-Größe" spezifizierte Anzahl der Datensätze wird auf den lokalen Computer des Anwenders kopiert, während der Rest auf dem Server gelagert wird. Immer, wenn ein Datensatz abgefragt wird, der sich nicht im lokalen Cache befindet, wird eine neue Gruppe von Datensätzen vom Server- auf den Client-Computer kopiert. Dieser Cursortyp kann gewisse Anforderungen an das Datenbanksystem stellen, da dieses die Ergebnisse aller solcher Abfragen speichern muss.
Client-side-Cursor. Der Cursor bleibt auf dem Computer des Anwenders, mit dem Microsoft ActiveX Data Objects (ADO) Cursor-Engine. Das bedeutet, dass alle von der Abfrage zurückgegebenen Datensätze auf den lokalen Computer des Anwenders kopiert werden. Ein Client side-Cursor ist ein Static-Cursor.
Siehe auch STATISTICA Query In-Place Processing von Daten auf externen Servern und In-Place Database Processing (IDP)-Technologie (Technischer Überblick).