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Feste Effekte (im gemischten Modell der ANOVA)

Der Begriff feste Effekte wird im Zusammenhang mit Varianzanalysen zur Bezeichnung von Faktoren in einem ANOVA-Design verwendet, deren Stufen durch den Forscher festgelegt werden (im Gegensatz zu zufälligen Effekten, die zufällig aus einer Grundgesamtheit aller möglichen Stufen ausgewählt werden). Wenn zum Beispiel in einem Experiment die Hypothese getestet werden soll, dass höhere Temperaturen die Aggressionsbereitschaft erhöhen, könnte man die Probanden einer normalen oder einer höheren Temperatur aussetzen und anschließend deren Aggressionsbereitschaft messen. Die Temperatur ist in diesem Experiment ein fester Effekt, weil die Temperaturstufen, die für den Forscher von Interesse sind, festgelegt worden sind.

Ein einfaches Kriterium zur Unterscheidung, ob ein bestimmter Effekt als fest oder zufällig einzuordnen ist, ergibt sich, wenn man fragt, wie man die Abstufung des betreffenden Effektes bei einer Wiederholung der Studie wählen würde. Wenn man zum Beispiel die oben beschriebene Untersuchung wiederholen möchte, würde man dieselben Temperaturstufen aus der Menge aller Temperaturstufen auswählen. Deshalb ist der Faktor Temperatur in dieser Studie ein fester Faktor. Wenn man dagegen erfahren möchte, wie viel Variation der Aggressionsbereitschaft von der Temperatur abhängt, würde man die Versuchspersonen eher zufälligen Temperaturstufen (als Stichprobe aus der Grundgesamtheit aller Temperaturen) aussetzen. Bei einer Wiederholung dieser Studie könnte man die Temperaturstufen dann auch anders auswählen, d. h., die Temperatur wäre ein zufälliger Effekt.

Weitere Informationen finden Sie unter ANOVA/MANOVA und Varianzkomponenten und gemischtes Modell der ANOVA/ANCOVA.