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Der Begriff Zufällige Effekte wird im Zusammenhang mit Varianzanalysen zur Bezeichnung von Faktoren in einem ANOVA-Design verwendet, deren Stufen nicht durch den Forscher vorgegeben werden können (im Gegensatz zu festen Effekten), weil diese Stufen aus einer Gesamtheit möglicher Stufen zufällig ausgewählt werden. Wenn zum Beispiel der Effekt der Qualität unterschiedlicher Schulen auf den erzielten akademischen Leistungsstandard untersucht werden soll, könnte man eine Stichprobe aus der Menge aller Schulen zur Schätzung des Betrages der Varianz im akademischen Leistungsstandard (Varianzkomponente), der auf unterschiedliche Schulen zurückgeführt werden kann, verwenden.
Ein einfaches Kriterium zur Unterscheidung, ob ein bestimmter Effekt als fest oder zufällig einzuordnen ist, ergibt sich, wenn man fragt, wie man die Abstufung des betreffenden Effektes bei einer Wiederholung der Studie wählen würde. Man würde zum Beispiel in der oben beschriebenen Untersuchung andere Schulen aus der Grundgesamtheit aller Schulen auswählen. Dadurch würde der Faktor "Schule" in der Studie zu einem zufälligen Faktor. Würde man dagegen den akademischen Leistungsstandard von Jungen und Mädchen in einem Experiment mit dem festen Faktor "Geschlecht" vergleichen wollen, hätte man stets zwei Gruppen: Jungen und Mädchen. Somit würden auch bei einer Wiederholung dieser Untersuchung wieder die beiden einzig möglichen Abstufungen für den Faktor "Geschlecht" verwendet werden.
Weitere Informationen finden Sie unter ANOVA/MANOVA, Varianzkomponenten und gemischtes Modell der ANOVA/ANCOVA und Allgemeine lineare Modelle (ALM).