Der Einsatz von Large Language Models (LLMs) kann bei vielen wiederkehrenden Geschäftsprozessen wie der Interpretation von Daten, beim Verfassen von geschäftlichen Texten, beim Programmieren oder der Konfiguration von regulären Ausdrücken von enormer Hilfe sein.
Anbieter im Internet wie OpenAI mit ChatGPT und andere bieten dafür enorm nützliche Dienste, die allerdings mit potenziellen Risiken verbunden sind:
- Wählt man seine Anfragen ungeschickt, ist es möglich, dass man Kundendaten veröffentlicht.
- Unter Umständen kann man gar nicht vermeiden, dass Geschäftsinformationen in den Anfragen angegeben werden.
- Die Dienste sind nur online verfügbar.
Ich habe ChatGPT befragt, wie ich es vermeide, sensible Daten zu gefährden und trotzdem LLMs einzusetzen. Als Antwort habe ich viele gute Tipps bekommen und wurde unter anderem auf die Verfügbarkeit von lokalen LLMs hingewiesen.
Ein empfehlenswertes Werkzeug mit einfacher Bedienbarkeit ist dabei GPT4All, das man auf Windows, Mac und Linux installieren kann. (Ein anderes Werkzeug wäre Ollama, das sich eher an Programmierer richtet). GPT4All (und Ollama) führen LLMs lokal auf dem eigenen Computer aus. Dadurch entsteht kein Risiko für die eigenen Daten.
Natürlich kommen die lokalen Modelle auch mit Nachteilen:
- Die besten Modelle sind nicht verfügbar, sondern werden von den Anbietern für eigene Dienste zurückbehalten.
- Die Modellausführung ist enorm speicher- und rechenintensiv. Ältere Rechner kommen leistungsmäßig an ihre Grenzen und man muss teilweise viel Geduld aufbringen, bis man eine Antwort bekommt.
Nachdem man GPT4All installiert hat, muss man ein Model installieren (optional auch mehrere). Dafür bietet GPT4All ein einfaches Interface mit einer langen Liste von Modellen.
Die Auswahl fällt dabei nicht leicht. Aber hierfür lässt sich wieder ChatGPT einsetzen. Dort kann man fragen, welches Modell für die jeweilige Fragestellung am besten geeignet wäre und man erhält passende Empfehlungen. Die Modelle sind zügig heruntergeladen und installiert und stehen anschließend auf dem eigenen Computer zur Verfügung. Dann steht dem gefahrlosen Experimentieren nichts mehr im Wege.
Kleiner Tipp: Braucht man Hilfe bei der Bedienung, fragt man einfach ChatGPT oder die lokalen Modelle selber.
