Beim jüngsten RoboTUNN-Projekttreffen am Fraunhofer IPM und INATECH in Freiburg kamen alle Partner zusammen, um die nächsten technischen Schritte für die automatisierte Tunnelinspektion zu koordinieren. Für uns bei StatSoft stand dabei vor allem ein Thema im Mittelpunkt: die Weiterentwicklung unserer Modelle zur KI-basierten Schadenklassifikation – ein Kernbaustein für den digitalen Zwilling und zukünftige Predictive-Maintenance-Ansätze.
Verbesserung der Crack Classification
Im Bereich der Schadensdetektion wurden mehrere wichtige technische Weichen gestellt. Unter anderem werden alle Vorhersagen des YOLO-Modells künftig vollständig an die zentrale Datenumgebung übertragen, damit StatSoft durch eigene Filterlogiken entscheiden kann, welche Befunde relevant sind.
Dies ist entscheidend für reproduzierbare Rissklassifikationen und die Bestimmung der Kritikalität eines Schadens.
Ein weiterer Fortschritt betrifft das Training der zugrunde liegenden Detektionsmodelle: Die Partner bei INATECH prüfen u.a. eine Neugewichtung der Trainingsdaten, um Klassenungleichgewichte zu reduzieren, sowie den Einsatz alternativer Architekturen wie SAM3. Gleichzeitig evaluieren wir heuristische Algorithmen zur Nachverarbeitung, um das bekannte Problem zu breit annotierter Risse zu reduzieren – ein Thema, das die gesamte Branche beschäftigt.
Predictive Maintenance: erste Modellierungsansätze
In Workshops wurden verschiedene Ansätze zur Vorhersage der zukünftigen Schadensentwicklung diskutiert.
Besonders interessant ist die Nutzung experimenteller Daten der RWTH Aachen, in denen Rissbildung unter kontrollierten Bedingungen aufgezeichnet wird. Diese Daten könnten wertvolle Einblicke geben, wie sich existierende Schäden zwischen zwei Begehungen verändern. betreffen Feuchteerkennung, das
Für alle Ansätze wird bis Ende Januar eine Bewertung erstellt. Das ist ein wichtiger Schritt hin zu einem ersten Predictive-Maintenance-Prototypen im Herbst 2026.
Integration der Sensorsysteme
Parallel dazu laufen bei INATECH und RWTH die Arbeiten an der Integration des multimodalen Sensorsystems auf den Robotern. Für StatSoft ist dies wesentlich, da Bild-, Thermografie- und Punktwolkendaten künftig gemeinsam in unsere Klassifikations- und Bewertungsmodelle einfließen werden.
Fazit
Das Treffen in Freiburg hat gezeigt, wie dynamisch sich RoboTUNN entwickelt. Für StatSoft ergeben sich daraus klare nächste Schritte: präzisere Datenpipelines, verbesserte Klassifikationsmodelle und der Ausbau der engen Zusammenarbeit mit den Partnern. Besonders die Fortschritte im Bereich Crack Classification bringen uns dem Ziel näher, Tunnelinspektionsprozesse nicht nur zu automatisieren, sondern auch langfristig vorhersehbar zu machen.
