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Wie KI hilft, Trainings zu optimieren

Der schwie­rigs­te Teil beim Auf­bau eines Trai­nings ist nicht das Erklä­ren einer Metho­de, son­dern das Erstel­len des Mate­ri­als, das die Metho­de erst greif­bar macht: ein Daten­satz, der rea­lis­tisch genug ist, um ihm zu ver­trau­en, Auf­ga­ben, die ohne Lücken auf­ein­an­der auf­bau­en, und ein Abschluss­pro­jekt, das alles zusam­men­führt. Jede Grup­pe ist anders.

Die Hin­ter­grün­de unter­schei­den sich, die Vor­er­fah­rung mit dem Tool eben­so, und auch das Tem­po, in dem Men­schen ein neu­es Kon­zept mit ihrer eige­nen Arbeit ver­knüp­fen. Die Men­schen im Raum las­sen sich nicht stan­dar­di­sie­ren – aber die Qua­li­tät des­sen, was ein Trai­ner mit­bringt, schon: die Daten, das Auf­ga­ben-Design und der Auf­bau des Tages. Genau das ist der Punkt, den KI wirk­lich ver­än­dert hat. Im Fol­gen­den geht es dar­um, was in einem guten Trai­ning unver­zicht­bar bleibt, wie ein Trai­ning nor­ma­ler­wei­se auf­ge­baut ist und wo KI heu­te ech­te Vor­be­rei­tungs­zeit spart – und wie man sie brie­fen muss, damit das Ergeb­nis auch tat­säch­lich brauch­bar ist.

Was macht ein gutes Training aus?

Gutes Trai­nings­de­sign unter­schei­det sich im Kern nicht von guter Data Science: Man defi­niert die Ziel­va­ria­ble (was die Teil­neh­men­den danach kön­nen sol­len), stellt sicher, dass die Trai­nings­da­ten (die Übun­gen) der rea­len Ver­tei­lung ähneln (also ihrer tat­säch­li­chen Arbeit), und vali­diert an zurück­ge­hal­te­nen Fäl­len (dem Abschluss­pro­jekt), bevor man es für fer­tig erklärt. Kon­kret bedeu­tet das drei Din­ge.

Ers­tens: nah an der Grup­pe im Raum blei­ben – Erklä­run­gen, Tem­po und Tie­fe dar­an anpas­sen, wo die Leu­te tat­säch­lich hän­gen blei­ben, und nicht, wo man ver­mu­tet hat, dass sie hän­gen blei­ben.

Zwei­tens muss die Umge­bung rei­bungs­los funk­tio­nie­ren, damit das Debug­gen eines kaput­ten Set­ups nie die Lern­zeit auf­frisst.

Drit­tens, und aus metho­di­scher Sicht am wich­tigs­ten: Übun­gen brau­chen Daten und Sze­na­ri­en, die dem ähneln, was den Teil­neh­men­den am Mon­tag begeg­net. Gene­ri­sche, lehr­buch­rei­ne Daten­sät­ze ver­mit­teln zwar die Mecha­nik eines Tools, aber nicht das Urteils­ver­mö­gen, das man braucht, um es anzu­wen­den – und genau die­ses Urteils­ver­mö­gen ist meist das, wes­we­gen die Leu­te über­haupt gekom­men sind.

Ein typischer und sinnvoller Trainingsaufbau

Ein Trai­ning beginnt damit, das Ziel­ergeb­nis fest­zu­na­geln: Wel­che Auf­ga­be soll­te sich am Tag nach dem Trai­ning spür­bar leich­ter anfüh­len? Die­se eine Fra­ge prägt alles Wei­te­re – wel­che Kon­zep­te ein­ge­führt wer­den, in wel­cher Rei­hen­fol­ge und wie viel Zeit jedes davon bekommt. Von da an folgt der Auf­bau einer ein­fa­chen Stei­ge­rung: zuerst geführ­te Übun­gen, bei denen man die Logik Schritt für Schritt durch­geht; dann halb-selbst­stän­di­ge Auf­ga­ben, bei denen die­sel­be Logik auf ein neu­es, aber struk­tu­rell ähn­li­ches Pro­blem ange­wen­det wird; und schließ­lich ein Abschluss­sze­na­rio, das alles zu etwas ver­bin­det, das einem ech­ten Ergeb­nis nahe­kommt.

Den mitt­le­ren Schritt zu über­sprin­gen – also direkt von der Demons­tra­ti­on zum offe­nen Abschluss­pro­jekt zu sprin­gen – ist der häu­figs­te Grund, war­um sich Trai­nings schwe­rer anfüh­len, als sie sein müss­ten. Die Leu­te brau­chen min­des­tens eine Run­de „ähn­lich, aber nicht iden­tisch“, bevor sie ver­all­ge­mei­nern kön­nen.

Wo KI den Arbeitsablauf tatsächlich verändert

Der Punkt, an dem KI die täg­li­che Trai­nings­vor­be­rei­tung ver­än­dert hat, ist nicht das Unter­rich­ten selbst – es ist die Daten­auf­be­rei­tung hin­ter den Kulis­sen. Einen Daten­satz zu bau­en, der sich rea­lis­tisch ver­hält (kor­re­lier­te Varia­blen, plau­si­bles Rau­schen, fach­lich pas­sen­de Ver­tei­lun­gen, Grenz­fäl­le, über die sich zu reden lohnt), hat frü­her Tage manu­el­ler Arbeit gekos­tet, beson­ders bei The­men außer­halb des eige­nen Fach­ge­biets. Heu­te lässt sich ein soli­der ers­ter Ent­wurf in Stun­den erstel­len, der dann die­sel­be Prü­fung braucht, die jeder Daten­satz vor dem Ein­satz ver­dient: nach­se­hen, ob die Zusam­men­hän­ge Sinn erge­ben, ob die „Geschich­te“ ein paar Bei­spiel­ab­fra­gen stand­hält und ob die Schwie­rig­keits­kur­ve über die Übun­gen hin­weg wirk­lich so gleich­mä­ßig ver­läuft wie geplant.

Das ver­dich­tet ein Pro­jekt, das frü­her Wochen gedau­ert hat, auf weni­ge Tage: sich mit dem Kun­den über die Anwen­dungs­fäl­le abstim­men, die die Teil­neh­men­den beherr­schen sol­len, eine ers­te Ver­si­on eines maß­ge­schnei­der­ten Daten­sat­zes erzeu­gen, Auf­ga­ben und ein Abschluss­pro­jekt ite­rie­ren und Begleit­ma­te­ri­al ent­wer­fen, das trotz­dem Zei­le für Zei­le geprüft wird. KI nimmt dem Trai­ner die Ver­ant­wor­tung für das Mate­ri­al nicht ab. Wenn über­haupt, ver­la­gert sie den Auf­wand vom Tip­pen zum Prü­fen – und das ist die bes­se­re Nut­zung der Exper­ti­se eines Trai­ners.

Tipps für die Generierung von Beispieldaten 

Die Nut­zung eines LLMs für die Gene­rie­rung von Daten funk­tio­niert am bes­ten, wenn man es wie eine Spe­zi­fi­ka­ti­on für eine Daten­pipe­line behan­delt und nicht wie einen bei­läu­fi­gen Prompt.

1) Zweck des Trai­nings

Bei­spiel: „Erstel­le einen kom­ple­xen Daten­satz für ein 3-tägi­ges Trai­ning samt beglei­ten­dem Trai­nings­ma­te­ri­al.“

Der tech­ni­sche Kon­text bestimmt, was sich über­haupt demons­trie­ren lässt.

Bei­spiel: „Spot­fi­re 15.0.“

Das ent­schei­det dar­über, wie viel man vor­aus­set­zen kann und wie viel von Grund auf auf­ge­baut wer­den muss.

Bei­spiel: „Anfän­ger­ni­veau, 5 Per­so­nen, tätig in den Abtei­lun­gen X und Y.“

Beschrei­be die Domä­ne und die Art von Fra­gen, die der Daten­satz beant­wor­ten kön­nen soll.

Bei­spiel: „Typi­scher XYZ-Daten­satz für die Bran­che Z.“

Das deckelt den Umfang – es bringt nichts, mehr Kom­ple­xi­tät zu erzeu­gen, als die Agen­da abde­cken kann.

Bei­spiel: „3-tägi­ges Trai­ning (Tage à 4 Stun­den).“

Lis­te genau auf, was ent­wor­fen wer­den muss, damit die Prüf­zeit in inhalt­li­che Qua­li­tät fließt und nicht ins Schlie­ßen von Lücken.

Bei­spiel-Deli­ver­a­bles: ein kom­ple­xer Daten­satz im .csv-For­mat, eine Power­Point-Prä­sen­ta­ti­on, ein Leit­fa­den für Teil­neh­men­de, ein Leit­fa­den für Trai­ner, eine Daten­über­sicht (Trai­ner- und Teil­neh­men­den-Ver­si­on) sowie Auf­ga­ben und deren Lösun­gen.

Je prä­zi­ser die­ses Brie­fing, des­to weni­ger Zeit geht spä­ter fürs Nach­kor­ri­gie­ren ver­lo­ren. Es ist das­sel­be Prin­zip wie das Schrei­ben einer guten Spe­zi­fi­ka­ti­on, bevor man eine Ana­ly­se star­tet.

Fazit

KI macht Trai­nings nicht in dem Sin­ne „ein­fa­cher“, dass weni­ger Arbeit anfällt. Sie ver­än­dert, wohin die Arbeit fließt. Weni­ger Zeit für das repe­ti­ti­ve Bau­en von Daten­sät­zen, mehr Zeit für die Tei­le, die wirk­lich das Urteils­ver­mö­gen eines Trai­ners erfor­dern: Ist die­se Übung rea­lis­tisch, stimmt die Schwie­rig­keits­kur­ve, tes­tet die­ses Abschluss­pro­jekt wirk­lich das, was es tes­ten soll? Für die Qua­li­tät des Trai­nings ist das ein bes­se­rer Tausch – und für die Teil­neh­men­den, die es durch­lau­fen, eben­so.

 

Stat­Soft bringt die­se Sorg­falt aus jahr­zehn­te­lan­ger Kon­zep­ti­on und Durch­füh­rung von Daten­wis­sen­schafts- und KI-Trai­nings in regu­lier­ten und tech­ni­schen Bran­chen mit. Genau die­ser Erfah­rungs­schatz macht den Unter­schied zwi­schen einem KI-gene­rier­ten ers­ten Ent­wurf und einem Trai­ning, das im Raum wirk­lich Bestand hat.

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